Wurstfinger Probleme
Bedienungsoptionen der Zukunft
Erstellt am 2.September 2010 von Nicole Haase
Etliche technische Gadgets werden weiterhin kleiner und die Anwendungen darauf komplexer, aber die bedienenden Tentakel des Nutzers oder auch der User selbst schrumpfen nicht.
In der Welt Online werden in einem Artikel verschiedene Projekte des Informatikers und Experten für „Human Computer Interaction“ (HCI) Patrick Baudisch beschrieben, die sich mit der Zukunft der Touchscreens, beziehungsweise mit alternativer Bedienung beschäftigen.
Ein Ansatz namens „imaginary interfaces“ arbeitet über Broschen mit Kameras, die per Infrarot-Unterstützung steuernde Gesten (wie zum Beispiel Zwicken für einen Klick) erkennen. Das Mobilgerät ist imaginär und der Bildschirm dazu verschwindet im Raum. Die Daten werden aktuell in einem Notebook verarbeitet, doch soll dies in Zukunft auch in die Brosche integriert werden.
Meine Lieblingslösung, weil sie bereits für aktuelle Gadgets so logisch wie naheliegend und einfach ist, verfolgt das Projekt nanotouch. Eine wunderbar große und unbenutzte Fläche der mobilen Geräte wird für die Bedienung nutzbar gemacht; die Rückseite. Der Bildschirm wird dafür halbtransparent und in begleitenden Studien erzielen Testuser eine erstaunliche Treffsicherheit selbst für Ziele einer Größe von 2,8 Millimetern. Hinzu kommt, dass man zur Bedienung acht Finger nutzen kann, statt der sonst üblichen zwei Daumen- oder Ein-Hand-Bedienung, wobei der Handrücken oder die fachbegrifflichen “fat fingers” (je nach Gestaltung) gern diverse Elemente verdecken.
Wenn sich diese Entwicklungen durchsetzen und die Trends zeigen deutlich in eine mobile Zukunft, dann hat Baudisch in einer weit entfernten Zukunft wohl recht damit, dass der PC wieder zurück auf den Status der “glorifizierten Schreibmaschine” findet.
Nachtrag: Und aktuell hatte wohl auch Steve Jobs während der Präsentation der neuen iPod nano-Generation gestern Abend mit dem kleinen Display in Kombination mit der Fingerbreite seine Eingewöhnungsmomente.
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Web Fonts über Google laden
Erstellt am 1.September 2010 von Lars Fleigl
Es hat sich einiges getan im Bereich Web Fonts, so dass ich einmal ein gesammeltes Update schreibe.
Es ist schon einige Zeit ins Land gegangen und der Firefox, der den neuen Schriften-Container woff (Web Open Font Format) (vgl. Blog-Eintrag vom 03.02.2010) unterstützt, ist aus der Betaphase raus und läuft im produktiven Umfeld. Auch die Webkit-Entwicklung hat nachgezogen und kann in dem Nightly-Build problemlos Schriften im woff-Format rendern. Und für den IE9 berichtet der Developer-Blog von msdn ebenfalls eine native Unterstützung.

Daneben entwickeln sich die Font-Plattformen wie Typekit, Ascender und andere. Typekit veredeln ihren ersten Geburtstag durch die Zusammenarbeit mit Adobe. Initial stehen 16 Schriftfamilien mit insgesamt 160 Schnitten von Adobe zur Verfügung, die “die legendären Schriften ins Web bringen” (Typekit-Blog und Pressemeldung zur Kooperation).
Zu diesen Varianten ist jetzt eine weitere Möglichkeit hinzugekommen, um native Fonts auf der Webseite einzubinden und die kommt von Google.

Die Fonts können einfach über einen CSS-Link eingefügt und durch den CSS-Parameter für Schriften @font-family entsprechend verwendet werden.
<link
href=”http://fonts.googleapis.com/css?family=Reenie+Beanie” rel=”stylesheet”
type=”text/css” >
<style>
p {
font-family: ‘Reenie Beanie’, sans-serif;
font-size: 18pt;
}
</style>
Dahinter steckt eine eigene Font-API, die Google zusammen mit Typekit entwickelt hat. Auf den Google-Seiten wird ausführlich beschrieben, wie die API per JavaScript aufgerufen wird und wie beispielsweise auch andere Schriften von den Schriftdienstleistern Typekit oder Ascender geladen werden können.
WebFontConfig = { google: { families: [ 'Tangerine', 'Cantarell' ] }, typekit: { id: ‘myKitId’ }, ascender: { key: ‘myAscenderKey’, families:[ 'AscenderSans:bold,bolditalic,italic,regular' ] } };
Neben der API-Beschreibung gibt es eine Übersicht der bisherigen Schriften, die alle frei verwendbar und ohne Lizenzgebühren daher kommen. Die einzelnen Schriften liegen teilweise in unterschiedlichen Schnitten (fett, kursiv, etc.) vor und die API erlaubt darüber hinaus die differenzierte Abfrage der Strich-Stärke und der Schriftart, wie man es sonst nur im professionellen Schriftsatz kennt.
<link href=”http://fonts.googleapis.com/css?family=Yanone+Kaffeesatz:700″ rel=”stylesheet” type=”text/css” >
Zur Zeit ist dieser Service in der Betaphase und die Anzahl der Schrift noch sehr überschaubar, doch der Ausblick auf flexibler, schlanker und gleichzeitig noch ansprechender gestaltete Seiten macht geduldig.
Zudem ist es nun auch möglich mit dem WebFont Loader auf verschiedene WebFont-Angebote zu zu greifen. Das klingt doch für die Zukunft nach einem schnell wachsenden Spektrum an kreativen Möglichkeiten.
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Kreativer Fenster Wildwuchs
HTML 5 und "The Wilderness Downtown"
Erstellt am 31.August 2010 von Nicole Haase
Es beansprucht jede Menge Prozessorleistung, läuft nur in Google Chrome (Nachtrag: bzw. anderen sehr, sehr aktuellen Browsern), lädt je nach Anbindung ein Weilchen, braucht möglichst ein Fenster ohne weitere Tabs und doch lohnt sich der Aufwand. Dafür bekommt man im Anschluss ein Musikvideo zum Titel „We Used to Wait“, das mit der Integration der interaktiven Elemente eine neue Sparte eröffnet. Chris Milk hat zusammen mit der Band Arcade Fire und mit Google ein wunderbares Musikerlebnis in Html 5 geschaffen: The Wilderness Downtown.
Vor dem Start wird man aufgefordert, den Ort ein zu geben, an dem man aufgewachsen ist. Keiner der Orte, die ich eingetragen habe, gab genug Street View Informationen her. Obwohl ich zuerst mein gemütliches Heimatörtchen Berlin versucht habe und im Anschluss testhalber noch ein paar andere Großstädte. Der Film lässt sich zwar auch ohne diese Angabe beginnen, doch ich war neugierig geworden und wollte zumindest einen europäischen Ort einbinden, den ich kenne. Erfolg hatte ich dann beispielsweise mit Paris oder auch Nantes in Frankreich, mit London oder Kopenhagen.
Schon der erste Versuch ohne Ortsangabe hat mich begeistert, denn mir gefällt der Song, die Idee der verbundenen Videos in verschiedenen Fenstern, die sich passend zur Musik öffnen, schließen und ergänzen und die Möglichkeit zur Gestaltung einer Nachricht mit Text und eigenem Pinselstrich. Mit einer Ortsangabe wird es dann allerdings so richtig nett, da klar wird, wie gut sich die jeweiligen Bilder integrieren und es dem Ganzen einen persönlichen Touch gibt.
Wer doch noch einen deutschen Ort findet, könnte mir in den Kommentaren Bescheid geben. Eventuell lässt sich ja auch mit dieser Musikuntermalung ganz wunderbar in Urlaubserinnerungen schwelgen… Welchen Ort wählt ihr?
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Der Poliboy lässt die Kunden sprechen
Frisch ans Werk nach gewonnenem Pitch
Erstellt am 31.August 2010 von Asse Meyer
Als artundweise die Einladung zum Pitch von der Poliboy Brandt & Walther GmbH bekommen hat, haben wir uns natürlich erst einmal riesig über die Anfrage einer alten Bremer Traditionsfirma gefreut, denn: Local Rules. Also machten wir uns an die Arbeit. Nach einigen Gesprächen mit dem Kunden Poliboy wurde uns sehr schnell klar, dass Poliboy weitaus [...]
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Hello Google!
Telefonie und Echtzeit-Suche
Erstellt am 30.August 2010 von Nicole Haase
Unter Google Mail wurde nun die Option „Call phone“ ergänzt. Ein kleiner Link, der es ermöglicht seine Gesprächspartner auch im Festnetz oder auf dem Handy zu erreichen. Google sagt dem bisher führenden VoIP-Dienst (, der in der Veröffentlichung nicht näher erwähnt wird und ganz schrecklich schwer zu erraten ist) somit auch gleich den Preiskampf an [...]
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iTV = mein TV?
Gerüchte um die Vorstellung im September
Erstellt am 27.August 2010 von Nicole Haase
Wieder einmal kocht erfolgreich die Gerüchteküche um verschiedene Apple-Produkte: Apple TV soll zum Beispiel zu iTV werden, das iPad dafür als Fernbedienung fungieren können, schon am 01. September vorgestellt werden, einen Preis von erschwinglichen 99 Dollar besitzen und über iTunes (in den USA) dazu Serien-Episoden für 99 Cent zu sehen sein. Als besonders interessantes Verkaufsargument [...]
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3D Wettrennen
Berliner Zeitung holt ARTE und Bild ein
Erstellt am 26.August 2010 von Nicole Haase
Das Einbinden neuer Elemente in Verlagsprodukte oder andere klassische Angebote ist aktuell eindeutig en vogue. Ich war bereits ganz angetan, dass ARTE am Samstag, den 28.08. einen 3D-Tag ausruft und uns die zwei Klassiker „Bei Anruf Mord“ und „Der Schrecken vom Amazonas“ präsentiert. Mit Hitchcock bieten sich da ganz neue Aussichten für Gänsehaut-Rekorde. Mich hat [...]
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Der andere Schock mit Chatroulette
Virales Video mit Effekt
Erstellt am 25.August 2010 von Nicole Haase
In der letzten Zeit konnte man einiges über Chatroulette lesen. Wer es probiert hat, wurde entweder süchtig oder kehrte wie ich nach ein paar extrem verstörenden Versuchen nicht zurück und das schien doch mehreren Interessenten so zu gehen. Nun konnten allerdings einige Tage lang Nutzer dieses Dienstes einer jungen Frau begegnen, die erst beginnt die [...]
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Print bewegt
SZ-Magazin mit Augmented Reality-Elementen
Erstellt am 25.August 2010 von Nicole Haase
In der letzten Woche erschien eine Ausgabe der Süddeutschen Zeitung als Augmented Reality (AR)-Special. Mit einem geeigneten Smartphone bewegte sich Sandra Maischberger auf dem Cover, gab es die Kreuzworträtsel-Ergebnisse, 3D-Illustrationen oder auch Sprechblasen zu eigentlich wortlosen Bildern. Einige lassen verlauten, dass es in den bisherigen AR-Versuchen der verschiedenen Print-Magazine keinen ersichtlichen Mehrwert gäbe. Doch bitte [...]
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Beautiful, lovely Data
TED-Vortrag von David McCandless
Erstellt am 24.August 2010 von Nicole Haase
Im letzten Jahr haben wir bereits über TED geschrieben und in höchsten Tönen gelobt. Ganz zu recht, wie sich auf der TED-Konferenz mit dem aktuellen Vortrag von David McCandless zum Thema Datenvisualisierung wieder zeigt: Enorm inspirierend und beeindruckend mit wie wenig grafischen Elementen das Verhältnis, Zusammenhänge oder Hintergründe verschiedener Daten eine verblüffende Klarheit erreichen. David [...]
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